RAMSA-Bildungsreise nach Heidelberg

Sanaa Laabich aus Greifswald, 01.05.2014

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Da ich an die Gewässer des Nordens gewohnt war, freute ich mich sehr lange auf die Bildungsreise nach Heidelberg. Blumig waren die Geschichten über Heidelberg und umso neugieriger war ich diese wahr zu wissen. Herzlich wurde ich von Schwester Zübeyde (MSG Heidelberg) am Hauptbahnhof begrüßt. Sie führte mich zur Kanzlei von Bruder Yalcin, der neben ihr unser Reiseleiter für die zwei Tage war.

Wir stärkten uns spirituell mit dem Nachmittagsgebet und stellten uns gegenseitig vor. Es wurde schnell deutlich, dass die kleine, aber feine Gruppe, die aus den verschiedensten Städten Deutschlands angereist war , zwei sehr vielfältige Tage erleben würde.

Zu Fuß machten wir uns anschließend auf dem Weg zum Abschlussvortrag von Dr. Ahmad Milad Karimi im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gedenkjahr Muhammad Iqbal“ , die von der MSG Heidelberg organisiert wurde. Während unseres Spaziergangs bestaunten wir die wunderbare Natur Heidelbergs, die im Sonnenschein ihre Schönheit besonders zur Geltung brachte. Der Titel des Vortrages lehnte sich an den Worten Muhammad Iqbals : „Ich zittere, wenn ich sage ich bin ein Muslim.“ Während wir in den Reihen des alten Vorlesungssaales Platz nahmen und warteten bis die anderen Besucher sich hinsaßen, machten wir uns Gedanken über den Titel und seine Bedeutung. Dr. Milad philosophierte über Gott, Offenbarung und Glaube im Verständnis Iqbals und wies uns auf unsere gemeinsame Verantwortung für die Schöpfung hin, die unser Muslim-Sein ausmachte.

Nach geistreicher seelischer Nahrung, wurde auch für unser körperliches Wohl gesorgt und wir aßen alle gemeinsam im Restaurant „Arbil“ zu Abend. Viele Mitglieder der MSG stoßen dazu und nahmen das Essen auch als schönen Anlass die erfolgreiche Woche zum Gedenkjahr Iqbals ausklingen zu lassen. Es gab regen Austausch und viele neue Freundschaften wurden geschlossen und andere vertieft.

Der nächste Tag startete mit einem Spaziergang durch den Philosophenweg und anschließender Stadtführung durch die bezaubernden Gassen Heidelbergs. Der strömende Regen trübte keineswegs unsere Sicht. Ganz im Gegenteil kamen wir kaum aus dem Staunen raus bei der Pracht, die sich beim Erkunden des Philosophenwegs hervortat. Es war kaum verwunderlich, dass Größen wie Goethe und Iqbal ihr Herz an dieser Stadt verloren hatten. Wir besichtigten außerdem das Haus Friedrich Eberts und ließen uns seine beeindruckende Lebensgeschichte erzählen.

Alles wirkte etwas unwirklich in Heidelberg, so als malte man die Kulissen eines Märchenstücks. Nach einigen Stunden Lauferei wurden unsere Füße müde, aber diejenigen, die noch Kraft hatten, besuchten im Anschluss der Stadtführung das Heidelberger Schloss, welches der Inbegriff der deutschen Romantik seit dem 19. Jahrhundert war.

Die Reise neigte sich mit einem großzügigen Essen von Schwester Seher und Bruder Yalcin dem Ende zu. Erschöpft und nass freuten sich alle sehr darauf. In den ersten Minuten, nachdem das Buffet in der Kanzlei Yalcins eröffnet wurde, hörte man nur schmatzende Geräusche. Alhamdulillah, es war köstlich.

In der Abschlussrunde verabschiedeten wir uns und uns verband eine wunderbare Erfahrung, die uns sicherlich allen noch lange in Erinnerung bleiben würde.

Jasakum Allahu Kheiran und ein großes Dankeschön an alle Geschwister, die das möglich gemacht haben und die Mühen auf sich genommen haben!

 

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